Als Weihnachtsmenschen mit Polizeibegleitung – unser Start in die Bläserweihnacht 2025

Endlich wieder Advent, endlich wieder Glühweinatem in der Luft, kalte Finger an Ventilen und Herzen die bei „Stille Nacht“ schneller schlagen – unsere Bläserweihnacht 2025 ist gestartet, und wie. Gleich drei Auftritte, drei Städte, dreifache Weihnachtsfreude – und dreimal Polizei. Aber von vorn:

 

Freitag: Quedlinburg im Lichterglanz

Der Lichtereinkauf in Quedlinburg ist so etwas wie die festliche Generalprobe fürs Christkind, und mittendrin wir, mit polierten Instrumenten, roten Nasen und musikalischem Zauber. Zwischen Lichterketten, Mandeln und „Oh du fröhliche“ haben wir die Quedlinburger Einkaufspassanten verzaubert, verzückt und vorsichtig in den Advent gepustet. Unser Repertoire: festlich bis frech, unser Einsatz: voller Blechpower.

 

In der Pause verschlug es uns zur kulinarischen Offenbarung des Abends, dem besten Fischteller nördlich der Alpen. Und wir sagen nicht leichtfertig „der Beste“. Dazu ein angeregter Austausch mit unseren Elfenkollegen – professionelle Weihnachtsmenschen (gendergerecht und mit viel Glitzer) – über Schneeflocken, Setlisten und die große Frage: Wie nennen wir uns eigentlich korrekt. Weihnachtsmann ist raus. Weihnachtsfrau auch nicht ganz passend. Weihnachtsmensch vielleicht. Klingt nach Tariflohn und Betriebsrat. Wir denken noch drüber nach.

Der Abend endete stilvoll wie eh und je bei unserem Lieblingsherrenausstatter. Zwischen Tweed und Trompetenstößen ließen wir es uns nicht nehmen, noch ein paar festliche Töne zu spielen. Der Sekt floss, die Stimmung stieg und selbst die Schaufensterpuppen hatten plötzlich ein Lächeln im Gesicht.

 

Sonntag: Halle wir lieben dich – auch mit Polizeischutz

Heimatluft in Halle, der erste Adventssonntag stand ganz im Zeichen der Eigeninitiative. Selbst organisiert, selbst aufgebaut, selbst motiviert. Mit unserer Lungenkraft füllten wir den Boulevard mit Weihnachtsklang vom Feinsten.

Drei Mal – wir wiederholen: DREI MAL – wurde unser Einsatz von der örtlichen Polizei und dem Ordnungsamt unterbrochen. Nicht etwa weil wir zu laut oder zu schön waren. Nein, wir standen einfach nicht auf der offiziell verfügbaren Fläche. Also wurden wir, wie wandernde Hirten, jeweils ein paar Meter weitergeschoben – stets mit einem Lächeln und dem Gedanken: „Machen wir halt hier weiter.“ Flexibilität ist unsere stille Superkraft.

 

Finale in Penig: Bier & Blech

Abends dann Penig, Konzert auf dem Weihnachtsmarkt, frisch gezapftes Bier, blinkende Lichterketten und ein Publikum das sich langsam und in Etappen in den Tatortabend verabschiedete. Ein ausklingender Abschluss für ein Wochenende voller Musik, Magie und Minichaos.

 

 

Fazit: Der Advent hat begonnen und wir sind mittendrin, bereit Herzen zu wärmen, Rentieren Konkurrenz zu machen und vielleicht doch noch den perfekten Begriff für unsere Rolle zu finden. Weihnachtsmensch Vielleicht. Hauptsache mit Herz, Humor und Blech.